Lactosegehalt verschiedener Milchprodukte

Lactosegehalt in g/100g:

Kuhmilch (frisch, H-Milch) 4,8 – 5,0
Schafsmilch 4,2 – 5,0
Ziegenmilch 4,4
Dickmilch 3,7 – 5,3
Joghurt 3,7 – 5,6
Buttermilch 3,5 – 4,0
Sahne, Rahm (süß, sauer) 2,8 – 3,6
Crème fraîche, Crème double 2,0 – 4,5
Kaffeesahne (10 – 15% Fett) 3,8 – 4,0
Kondensmilch (4 – 10% Fett) 9,3 – 12,5
Butter 0,6 – 0,7
Molke, Molkegetränke 2,0 – 5,2
Desserts, Fertigprodukte wie Pudding, Milchreis 3,3 – 6,3
Eiscreme 5,1 – 6,9
Magerquark 4,1
Rahm- u. Doppelrahmfrischkäse 3,4 – 4,0
Quark (10 – 70% Fett i. Tr.) 2,0 – 3,8
Schichtkäse ( 10 – 50% Fett i. Tr.) 2,9 – 3,8
Hüttenkäse 2,6
Frischkäsezubereitungen (10 – 70% Fett i. Tr.) 2,0 – 3,8
Schmelzkäse (10 – 70% Fett i. Tr.) 2,8 – 6,3

Hart-, Schnitt- und Weichkäse sind lactosefrei bzw. weisen nur sehr geringe Mengen an Lactose auf!

Quellen: Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie: Der kleine Souci-Fachmann-Kraut. Lebensmitteltabelle für die Praxis, 2. Auflage - Stuttgart: 1991 und Götz, Marie-Luise und Rabast, Udo: Diättherapie - Stuttgart: Thieme Verlag, 1987

Lactoseintoleranz von uns erklärt

Die Lactoseintoleranz gehört zu den häufigsten und unangenehmsten Lebensmittelunverträglichkeiten. Die Beschwerden sind individuell und reichen von Unwohlsein, Völlegefühl, Bauchkrämpfen und Blähungen, Übelkeit und Erbrechen bis hin zu starken Durchfällen. Häufig werden die Betroffenen mit dem Verdacht auf psychosomatische Ursachen konfrontiert. Unterschiedliche Beschwerden und Unkenntnis bescheren den Betroffenen oft einen langen Leidensweg, bevor sie wissen, was ihnen fehlt.

Man unterscheidet dabei drei Formen:

  • Bei der primären Lactoseintoleranz, die bereits im Säuglingsalter auftritt, fehlt das milchzuckerspaltende Enzym Lactase vollständig. Diese Form ist sehr selten.
  • Die sekundäre Lactoseintoleranz entsteht im Zusammenhang mit akuten oder chronischen Darmerkrankungen und kann sich bessern, wenn die Grunderkrankung erfolgreich behandelt wird.
  • Die dritte und häufigste Form ist die erworbene Lactoseintoleranz. Sie betrifft ausschließlich Erwachsene. Die Lactasemenge, die im Dünndarm produziert wird, nimmt im Laufe des Lebens kontinuierlich ab.

Die Verdauung der Lactose

Lactose ist ein Zweifachzucker (Disaccharid), der vor der Aufnahme aus dem Darm ins Blut in die beiden Bestandteile, Glucose (Traubenzucker) und Galactose (Schleimzucker) gespalten werden muss. Zur Spaltung wird das Enzym Lactase, welches in der Dünndarmschleimhaut gebildet wird, benötigt.

Ist zu wenig Enzym Lactase vorhanden oder fehlt es ganz, wandert die Lactose unverdaut in den Dickdarm, wo sie von Darmbakterien unter Bildung von Säuren und Gasen vergoren wird. Desweiteren verhindert die Lactose, dass Wasser in den Körper aufgenommen wird. Starke Darmbewegungen, Blähungen und Durchfall sind die Folge.

Verdacht auf Intoleranz

Da unterschiedlich große Mengen an Lactose vom Körper toleriert werden und die Anzeichen der Lactoseintoleranz oft sehr individuell sind, kann es manchmal lange dauern, bis sie erkannt wird. Wer an sich Symptome beobachtet, die im Zusammenhang mit dem Genuss von Milch und Milchprodukten stehen, kann sich zunächst mehr Klarheit verschaffen, wenn er auf lactosehaltige Lebensmittel vollständig verzichtet.
Bei länger anhaltenden Verdauungsbeschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden. Anhand von klinischen Tests kann in den meisten Fällen eine sichere Diagnose gestellt werden.

H2-Atemtest

Beim H2(Wasserstoff)-Atemtest trinkt man nüchtern und unter ärztlicher Aufsicht eine Lösung aus 25g Lactose in warmem Wasser. Anschließend wird über 2-3 Stunden in definierten zeitlichen  Abständen in ein Atem-Messgerät, welches den H2-Gehalt in der Ausatemluft misst, gepustet. Lactose, die ungespalten in den Dickdarm gelangt, wird dort von Darmbakterien verstoffwechselt – es bildet sich H2. Dieses Gas gelangt über das Blut in die Lunge und wird dort abgeatmet. Anhand der Messkurve des H2-Gehaltes der Ausatemluft kann der Arzt feststellen, ob eine Lactoseintoleranz vorliegt oder nicht.

13C-Atemtest

Beim 13C-Atemtest wird über die 13CO2-Konzentration in der Ausatemluft nach einem markierten Kohlenstoffatom (13C) gesucht, das zuvor der Lactoselösung beigegeben wurde. Das Verfahren ist ähnlich dem oben beschriebenen, allerdings sind die Messgeräte nicht sehr weit verbreitet und die Kosten höher als beim H2-Atemtest.

Blutzucker-Test

Eine weitere Testmöglichkeit ist der Blutzucker-Test (Lactosebelastungstest). Hierbei wird der Blutzuckeranstieg nach dem Trinken einer Lactoselösung gemessen. Nur wenn die Lactose gespalten wird, kann der Blutglucosespiegel ansteigen.

Gentest

Über einen Gentest (Wangenabstrich oder Blut) kann nur die primäre Lactoseintoleranz nachgewiesen werden.

Die Ernährungstherapie

Je nach individueller Lactoseverträglichkeit wird Patienten in der Ernährungstherapie eine lactosefreie oder lactosearme (8-10g Lactose pro Tag) Kost empfohlen. Wichtige Grundlage für beide Kostformen, die zudem einen wichtigen Beitrag zur Deckung des Calciumbedarfs und damit zur Stärkung der Knochen (Vermeidung von Osteoporose) liefern, stellen unsere lactosefreien LAC Produkte dar.

Der Lactosegehalt bei LAC lactosefreien Milchprodukten liegt unter 0,1g / 100g (Milch) gemäß §35 LMBG (Lactosegehalt von herkömmlicher Milch liegt bei ca. 4,8g / 100g).

Zum Kochen und Backen sind die Produkte sehr gut geeignet – auch für Personen die nicht an Lactoseintoleranz leiden.

Für Personen, die tagsüber auf Außer-Haus-Verpflegung angewiesen sind, bei Einladungen, beim Essen im Restaurant, beim Besuch der Eisdiele oder im Urlaub stellen Lactasepräparate eine sinnvolle Alternative zu lactosefreien Milchprodukten dar. Die Lactase wird biotechnologisch durch Mikroorganismen hergestellt und ist in Form von Pulver, Kapseln oder Tabletten erhältlich. Da es sehr viele verschiedene Präparate zu kaufen gibt, sollte man sich über Vor- und Nachteile, Preise und Handhabung  beim Arzt, Apotheker oder Ernährungsberater informieren.

Alltagsfallen

Berücksichtigt werden müssen insbesondere auch Produkte mit „versteckter“ Lactose, z.B. Süßwaren, Brot und Backwaren, Wurstwaren, Fertiggerichte, Tiefkühlgerichte, Konserven, Instantgetränke. Auch viele Medikamente enthalten Lactose. Und - vergessen Sie auch nicht die Milch oder den Milchschaum in Ihrem Kaffee oder Cappucchino!
Neben lactosefreien Milchprodukten sind auch Hart-, Schnitt- und Weichkäse, deren Lactosegehalt mit zunehmender Reifungszeit sinkt, geeignet. Fermentierte Milchprodukte mit „normalem“ Lactosegehalt können - in Abhängigkeit der individuellen Lactose-Toleranz - in kleinen Mengen vertragen werden, da die zu deren Herstellung verwendeten Milchsäurebakterien einen Teil der Lactose in Milchsäure umwandeln.

Richtwerte

Unsere Produkte haben einen Höchstgehalt an Lactose unterhalb der Bestimmungsgrenze < 0,1g/100g.
Damit sind alle LAC Produkte bestens verträglich bei einer Lactoseintoleranz.

Produktübersicht

  • Joghurt (Natur- und Fruchtjoghurt, diverse Sorten)
  • Schlagsahne
  • Speisequark
  • Butter
  • Sauerrahm
  • H-Milch
  • Frischmilch
  • Fruchtquark
  • Bircher Müsli
  • Brotaufstrich mit Kräutern, Paprika-Chili
  • Eiscreme Vanille und Schokolade

Der Lactosegehalt bei unseren Milchprodukten liegt unter 0,1g / 100 (Milch) gemäß §35 LMBG (Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz).
Der Lactosegehalt von herkömmlicher Milch liegt bei ca. 4,8g / 100g.

Zum Kochen und Backen geeignet – auch für Personen, die nicht an Lactoseintoleranz leiden.